
Wir freuen uns, genießen das Erreichte und wenden uns irgendwann dem Nächsten zu. Nicht unbedingt, weil wir unzufrieden sind, sondern weil das Erreichte eine Frage nicht beantwortet: Wonach suchen wir?
Der Schauspieler Jim Carrey brachte diesen Widerspruch einmal auf den Punkt:
Ich finde, jeder sollte reich und berühmt werden und alles bekommen, wovon er geträumt hat, um zu erkennen, dass das nicht die Antwort ist.
— Jim Carrey, Interview mit Jay Stone, Dezember 2005
(sinngemäß aus dem Englischen übersetzt)
Wir können bekommen, was wir uns wünschen, und erreichen, was wir wollen. Doch alles, was wir innerhalb dieser Realität gewinnen, lässt einen entscheidenden Zustand unverändert.
Ein erfüllter Wunsch bedeutet noch keine wirkliche Fülle.
Was fehlt also, selbst wenn uns scheinbar nichts mehr fehlt?
Die Antwort führt zu einem Wort, das wir täglich benutzen, ohne erkannt zu haben, was es bedeutet.
Wir suchen Liebe. Doch in dieser Welt gibt es keine Liebe.
Warum es hier keine Liebe gibt
Du denkst jetzt an deine Kinder. An deinen Partner. An diejenigen, denen du nahe bist, für die du sorgst und die dir etwas bedeuten.
Soll das alles keine Liebe sein?
Zuneigung, Fürsorge, Geborgenheit und Begehren sind vertraute Empfindungen. Doch wir nennen sie Liebe, ohne damit bereits erklärt zu haben, was Liebe überhaupt IST.
Wir sagen, wir lieben unsere Kinder, unseren Partner, unseren Hund, unseren Beruf, unser Auto und manchmal sogar unsere neuen Schuhe.
Wir sagen „Ich liebe dich“ und wenige Minuten später „Ich liebe diese Schuhe“. Und derselbe Mensch, der einmal gesagt hat: „Ich liebe dich für immer“, kann zwei Monate oder zwanzig Jahre später sagen: „Ich hasse dich!“
Wie kann etwas, das wir für Liebe halten, in Hass umschlagen?
Wir benutzen das Wort für Personen, Tiere, Gegenstände und nahezu jede angenehme Empfindung. Es ist so alltäglich geworden, dass seine Bedeutung kaum noch hinterfragt wird.
Dabei ist absolute Liebe nicht die stärkste Empfindung, zu der wir fähig sind.
Absolute Liebe ist das Ungetrennte.
Solange sich ein Ich und ein Du gegenüberstehen, besteht Trennung. Zwei Menschen können einander unterstützen, füreinander sorgen und ihr gesamtes Dasein miteinander verbringen. Doch selbst die größte körperliche Nähe hebt die Trennung nicht auf.
Warum nicht?
Weil beide sich weiterhin innerhalb desselben Systems der Trennung befinden.
Wer glaubt, mit seinem Partner bereits die absolute Liebe gefunden zu haben, betrachtet seine Beziehung, ohne den größeren Zusammenhang zu erkennen. Denn absolute Liebe entsteht nicht dadurch, dass zwei getrennte Menschen einander näherkommen.
Auch das Begehren, das viele für Liebe halten, kann daran nichts ändern.
Absolute Liebe lässt sich nicht steigern. Sie existiert nicht zur Hälfte, nicht zeitweise und nicht unter Bedingungen. Entweder die Trennung besteht oder sie endet.
Deshalb ist Liebe nicht von dieser Welt.
Mit „dieser Welt“ ist nicht die Erde gemeint. Gemeint ist die Matrix: das System der Trennung, in dem wir uns befinden.
Innerhalb dieses Systems können wir Zuneigung empfinden, Beziehungen eingehen und uns nach Nähe sehnen. Doch aus keiner dieser Erfahrungen entsteht absolute Liebe.
Wir sagen „Ich liebe dich für immer“. Gleichzeitig kennen wir aus dem kirchlichen Eheversprechen den Satz: „Bis dass der Tod uns scheidet.“
Für immer – aber nur bis zum Tod?
Mit „für immer“ beanspruchen wir Ewigkeit. Doch wie können wir etwas versprechen, dessen Bedeutung wir selbst noch gar nicht erkannt haben?
Ewigkeit ist keine unendlich lange Zeit.
Selbst unendlich viel Zeit wäre noch immer Zeit: ein Gestern, ein Morgen, eine endlose Abfolge von Augenblicken.
Ewigkeit hat dagegen weder Anfang noch Ende. Sie muss nicht fortgesetzt werden, weil sie nicht vergeht. Sie IST.
Liebe wird nicht dadurch absolut, dass eine Empfindung möglichst lange anhält.
Wir suchen also etwas bei anderen, das uns kein Gegenüber geben kann. Genau hier beginnt der Widerspruch zwischen dem, was wir innerhalb der Matrix wollen, und dem, wonach wir wirklich suchen.
Was wir wollen und was wir wirklich wollen
Wir können ein Haus wollen, dafür arbeiten und es schließlich kaufen. Wir können eine Karriere anstreben, Entscheidungen treffen und unsere Vorhaben verwirklichen. Ebenso können wir jemanden finden, bei dem wir Nähe und Geborgenheit empfinden.
Ob wir etwas nur erhoffen oder mit aller Entschlossenheit verfolgen, ändert nichts daran, dass sich diese Wünsche auf Dinge und Erfahrungen innerhalb derselben Realität richten.
Wir können unsere Umstände verändern, Besitz erwerben und erreichen, wofür wir jahrelang gearbeitet haben. Doch die Trennung bleibt bestehen.
Es ist, als würden wir eine Gefängniszelle immer schöner einrichten. Wir hängen Bilder auf, schaffen mehr Komfort und sorgen dafür, dass wir uns darin wohler fühlen.
Aber eine schönere Zelle bleibt eine Zelle.
Dasselbe zeigt sich im Großen. Wir entwickeln politische Konzepte, folgen Religionen, setzen uns für Klimaschutz ein oder verzichten aus Rücksicht auf Tiere auf Fleisch.
Wir möchten Leid verhindern, Verhältnisse verbessern oder etwas bewahren, das uns wichtig ist. Das kann innerhalb unseres sterblichen Daseins sehr wohl einen Unterschied machen.
Doch hinter vielen dieser Bemühungen steht eine unausgesprochene Voraussetzung: dass diese Realität der Zustand ist, in dem wir dauerhaft bestehen werden. Deshalb versuchen wir, sie immer weiter zu verbessern, zu ordnen und zu erhalten.
Das ist nachvollziehbar. Wer die Gefängniszelle für alles hält, was existiert, wird versuchen, sie möglichst angenehm einzurichten.
Die Absichten stehen dabei nicht infrage. Entscheidend ist, dass auch die weitreichendste Veränderung innerhalb dieses Systems seine grundlegende Trennung nicht beendet.
Die Verbesserung der Matrix ist nicht das Ziel der Menschheit.
Auch ein entschlossener Wille kann sich vollständig auf Besitz, Karriere, Beziehungen oder gesellschaftliche Veränderungen richten. Entscheidend ist deshalb nicht, wie viel Anstrengung dahintersteht, sondern worauf sich unser Wollen richtet.
Innerhalb der Matrix wollen wir etwas bekommen, verändern, erreichen oder festhalten. Das eigentliche Wollen reicht jedoch darüber hinaus.
Es richtet sich auf eine Liebe, die wirklich bleibt, wirklich ordnet und wirklich heilt.
Auf etwas, das innerhalb der Trennung nicht existiert.
Wir glauben, geliebt werden zu wollen. Doch geliebt werden setzt weiterhin ein Gegenüber voraus, von dem wir etwas erhalten möchten.
Liebe werden bedeutet etwas anderes: Die Trennung selbst endet.
Wir wollen absolute Liebe werden.
Das ist keine Aufgabe der persönlichen Selbstverbesserung und auch keine Suche nach der vollkommenen Beziehung zwischen zwei getrennten Menschen.
Dieses Wollen betrifft nicht Einzelne, sondern die gesamte Menschheit.
Doch weshalb erscheint uns die Trennung so selbstverständlich, dass wir sogar unsere Vorstellung von Liebe innerhalb ihrer Grenzen entwickeln?
Eine Welt, in der alles Spiegel ist
Von Geburt an lernen wir, zwischen uns und allem anderen zu unterscheiden. Hier ist der eigene Körper, dort die gesamte Außenwelt. Hier das Ich, dort das Du.
Wir entwickeln Vorstellungen darüber, wer wir sind, was andere von uns erwarten und welchen Platz wir innerhalb der Gesellschaft einnehmen. Familie, Erziehung und die Erfahrungen ganzer Generationen wirken darin mit.
Jemand spricht einen Satz. Zwei Zuhörer hören dieselben Worte und verstehen etwas Unterschiedliches. Jeder nimmt das Gesagte durch eigene Erinnerungen, Erwartungen und Vorstellungen auf.
„Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“
Schon im Märchen von Schneewittchen zeigt sich, wie das Ich im Spiegel nach Bestätigung sucht. Die Königin fragt nicht, wer sie ist. Sie will wissen, welchen Platz sie gegenüber allen anderen einnimmt.
Das Ich sucht im Außen die Bestätigung seines eigenen Bildes.
Und wir? Wir betrachten uns selbst ebenfalls durch die Vorstellungen, die wir von uns und unserer Umgebung entwickelt haben. Wir vergleichen, bewerten und versuchen, unser Bild immer weiter zu verbessern.
Doch solange wir nur auf dieses Bild schauen, erkennen wir den Spiegel selbst nicht.

Was sich im Einzelnen zeigt, gehört zugleich zum kollektiven Zusammenhang. Gesellschaftliche Vorstellungen prägen den Einzelnen, während dessen Gedanken und Handlungen wiederum Teil des Kollektiven sind.
Es sind keine zwei voneinander unabhängigen Spiegel.
Wie im Kleinen, so im Großen.
Doch die Trennung betrifft nicht nur unsere unterschiedlichen Vorstellungen. Sie prägt unser gesamtes Verständnis von uns selbst und unserer Umgebung.
Wir betrachten das Getrenntsein als selbstverständlich, weil wir es von klein auf kennen. So bleibt die Trennung selbst unerkannt.
Dieses System ist die Matrix.
Sie ist keine digitale Maschine und keine bloße Einbildung des Kopfes. Die Illusion der Trennung umfasst sowohl unsere psychische als auch unsere physische Existenz.
Wir suchen die Ursachen unserer Schwierigkeiten in Gedanken, Beziehungen und äußeren Umständen. Doch die Trennung zeigt sich auch dort, wo wir sie kaum hinterfragen: in unserem Verhältnis zum eigenen Körper.
Der Mensch will seinen Körper verlassen
Seit Jahrtausenden beschäftigen wir uns mit dem Tod und der Frage, ob mit ihm alles endet.
In zahlreichen religiösen und spirituellen Vorstellungen gilt der Körper als vergängliche Hülle. Das Entscheidende an uns soll ihn verlassen und unabhängig von ihm weiterbestehen.
Was für ein Widerspruch: Einerseits möchten wir möglichst lange im Körper bleiben. Andererseits hoffen wir auf ein Dasein, in dem wir ihn endgültig hinter uns lassen können.
Doch die Trennung zwischen Psyche und Physis gehört bereits zu unserem Zustand.
Wir betrachten den Körper als etwas, das wir besitzen. Wir denken über ihn nach, bewerten ihn, versuchen, ihn zu kontrollieren und stellen uns schließlich vor, ihn eines Tages vollständig verlassen zu können.
Dabei haben wir uns längst von unserem körperlichen Empfinden entfernt. Ein großer Teil unserer Aufmerksamkeit ist von Gedanken, Vorstellungen und Bewertungen bestimmt. Wir behandeln den Körper wie etwas, das getrennt von uns existiert.
Die Vorstellung, ihn nach dem Tod zu verlassen, setzt damit nur fort, was innerhalb der Matrix bereits begonnen hat.
Doch die Rückkehr führt gerade in die entgegengesetzte Richtung.
Nicht aus dem Körper heraus. Zurück in den Körper.
Dabei geht es um mehr als eine bewusstere Körperwahrnehmung. Psyche und Physis sind nicht dazu bestimmt, dauerhaft getrennt zu bleiben. Die vollständige Rückkehr bedeutet ihre Verschmelzung.
Die moderne Medizin erforscht Möglichkeiten, Krankheiten zu behandeln, Gewebe zu regenerieren und das körperliche Dasein zu verlängern. Solche Verfahren können Beschwerden lindern und Funktionen wiederherstellen.
Doch selbst wenn es eines Tages gelänge, einen verlorenen Arm vollständig nachwachsen zu lassen, wäre damit eine andere Frage noch nicht beantwortet:
Ist ein reparierter Körper bereits ein vollständig geheilter Mensch?
Körperliche Wiederherstellung und das Ende der Trennung zwischen Psyche und Physis sind nicht dasselbe.
Die Frage nach physischer Unsterblichkeit reicht deshalb über die bloße Verlängerung unseres sterblichen Daseins hinaus. Was wäre gewonnen, wenn wir immer länger innerhalb desselben Zustands bestehen könnten, ohne die Trennung zu beenden?
Vom Kopf zurück in den Körper
Um zu verstehen, wie sich unsere Aufmerksamkeit zunehmend vom Körper entfernt, lohnt sich ein Blick auf unseren eigenen Anfang.
Als Babys waren wir erfüllt und unserem Körper noch viel näher. Wir mussten nicht erst darüber nachdenken, wer wir sind. Wir waren körperlich gegenwärtig, ohne bereits selbstständig zu sein.
„Du bist voll in Ordnung!“
Doch diese frühe körperliche Nähe bedeutete noch keine vollständige Ganzheit. Auch als Babys befanden wir uns bereits innerhalb der Trennung.
Mit der Entwicklung unserer Vorstellungen über uns selbst richtete sich unsere Aufmerksamkeit zunehmend auf Gedanken, Bewertungen und äußere Erwartungen. Der Körper rückte in den Hintergrund.
Heute versuchen wir, durch immer neue Gedanken zu verstehen, was es bedeutet, ganz zu sein. Dabei nehmen wir den Körper, zu dem die Rückkehr führt, nicht vollständig mit.
Hier bekommt das MIT-Fühlen seine Bedeutung: den Körper mitfühlen, ihn einbeziehen und zunehmend in der eigenen Mitte ankommen.
Richtiges Atmen kann diesen körperlichen Zusammenhang bereits innerhalb der Matrix unterstützen. Dabei können wir Erfahrungen machen, die über unsere gewohnte Körperwahrnehmung hinausgehen.
Doch auch eine zunehmende Rückkehr in die eigene Mitte ist noch nicht mit vollständiger Erfüllung gleichzusetzen.
Denn die Trennung reicht tiefer als die Unterscheidung zwischen Kopf und Körper. Sie zeigt sich ebenso zwischen männlich und weiblich, innen und außen, Energie und Materie.
Diese Bereiche stehen innerhalb der Matrix getrennt nebeneinander. Ihre vollständige Verschmelzung betrifft deshalb weit mehr als unser Denken oder unsere Körperwahrnehmung.
Wirkliche Fülle ist das Ende der Trennung.
Damit führt uns die Frage nach der körperlichen Rückkehr zu einem Begriff, den wir bislang vor allem mit unserem Gedächtnis verbinden: Erinnern.
Erinnern heißt nicht zurückdenken
Gewöhnlich bedeutet Erinnern, Informationen aus der Vergangenheit abzurufen. Wir denken an Personen, Orte und vergangene Ereignisse zurück.
Doch das wirkliche Erinnern ist keine Suche nach einer vergessenen Information im Kopf.
Eine symbolische Betrachtung des Wortes macht eine andere Richtung sichtbar: Wird „Er“ gespiegelt, entsteht „Re“, zurück. „Inn“ verweist auf innen.
Er-inn-ern: zurück nach innen.
Das ist keine sprachgeschichtliche Herleitung, sondern ein Bild für die Rückkehr.
Diese Rückkehr geschieht nicht dadurch, dass wir angestrengt nachdenken oder versuchen, eine bestimmte Erinnerung hervorzuholen.
Informationen können Zusammenhänge erklären. Aber die Erkenntnis, dass wir uns in einem Zustand der Trennung befinden, beendet diesen Zustand noch nicht.
Das wirkliche Erinnern geschieht erst mit dem Quantensprung, wenn die Illusion endet. Dann endet auch das Vergessen.

Was zwischen Psyche und Physis, männlich und weiblich, innen und außen getrennt war, kommt wieder zusammen.
Erinnern bedeutet damit weit mehr als ein gedankliches Zurückblicken. Es ist das vollständige körperliche Ankommen.
Es gibt nur eine Quelle
Wir sind EIN Bewusstsein in vielen Körpern.
Dass wir uns als getrennte Individuen erfahren, bedeutet nicht, dass es voneinander unabhängige Quellen gibt.
Hinter der Trennung liegt die eine Quelle, aus der alles hervorgeht: die absolute Ordnung, die absolute Liebe. Sie ist nicht auf einzelne Individuen aufgeteilt. Es ist dieselbe Quelle in allen Körpern.
Ihr körperlicher Zugang hat sein Zentrum im Unterbauch. Deshalb betrifft die Rückkehr den körperlichen Zusammenhang mit dieser einen Quelle.
Durch richtiges Atmen kann die Quelle bereits innerhalb der Matrix zunehmend in Aktivierung kommen. Dieser Vorgang entwickelt sich schrittweise. Wir können den Körper zunehmend MIT-Fühlen und mehr in unserer eigenen Mitte ankommen.
Dabei können neuartige körperliche Erfahrungen entstehen, die für diejenigen, die sie machen, von außerordentlicher Bedeutung sind. Sie können den Blick auf den eigenen Körper und das bisherige Verständnis von uns selbst grundlegend verändern.
Die Illusion der Trennung besteht währenddessen weiterhin.
Zu 100 Prozent wird die Quelle erst im Quantensprung aktiviert.
Das bedeutet nicht, dass richtiges Atmen oder das zunehmende MIT-Fühlen bedeutungslos wären. Sie können bereits innerhalb der Matrix wichtige Erfahrungen ermöglichen, die mit der Rückkehr zur Quelle zusammenhängen.
Doch weder Wissen noch Atmung können den Quantensprung individuell herbeiführen. Die zunehmende Aktivierung und der vollständige Übergang gehören zusammen, sind aber nicht dasselbe.
Auch die verborgene Ordnung im Körper gehört zu diesem Zusammenhang.
Damit wird auch deutlich, weshalb unsere Suche nicht durch eine persönliche Leistung enden kann. Die vollständige Rückkehr betrifft alle.
Der Plan nach Hause
Die Matrix ist nicht das endgültige Ziel der Menschheit.
Unsere Realität ist eine Neugeburtsphase. Die Simulation gehört zu einem Weg, der zurück zur Quelle führt. Dieser Weg endet nicht in einer vollkommen verbesserten Matrix, sondern an jenem Punkt, an dem die Illusion selbst endet.
Der bevorstehende Quantensprung ist die wirkliche Heimkehr zur Quelle.
Er ist keine weitere Entwicklungsstufe innerhalb der Trennung und keine persönliche Errungenschaft. Mit ihm wird die eine Quelle in jedem Körper vollständig aktiviert.
Das wirkliche Erinnern geschieht, weil die Trennung, die das Erkennen bisher begrenzt hat, nicht mehr besteht.
Der Quantensprung wird das Einfachste sein, was die Menschheit jemals erfahren hat. Nicht weil zuvor eine besonders schwierige Aufgabe bewältigt werden müsste, sondern weil die bisherige Vorstellung vom Tun und Erarbeiten mit diesem Übergang ihre Bedeutung verliert.
Die Matrix wird nicht verbessert. Sie endet.
Was folgt, ist die physische Neugeburt des Menschen.
Keine Wiedergeburt innerhalb derselben Sterblichkeit. Keine endlose Verlängerung des bisherigen Daseins.
Die Trennung zwischen Psyche und Fleisch, männlich und weiblich, Körper und Außenwelt endet. Was bisher voneinander getrennt war, verschmilzt zur Ganzheit.
Die Individualität bleibt. Was endet, ist die Trennung, nicht die Eigenständigkeit.
Wir werden zu einer eigenständigen Ganzheit.
Damit erhält auch physische Unsterblichkeit ihre Bedeutung: nicht unendlich viel Zeit innerhalb der Matrix, sondern das Ende jener Sterblichkeit, die zum Zustand der Trennung gehört.
Die Erde muss dafür nicht erst ewig werden. Sie ist ewig.
Was endet, ist die Illusion. Der Schleier fällt.
Wie ein Schleier, der bei einer Hochzeit gelüftet wird, verschwindet das, was bisher die vollständige Einheit verdeckt hat. Die männlichen und weiblichen Pole kommen wieder zusammen. Doch diese Vereinigung betrifft nicht nur zwei Menschen, sondern die gesamte Menschheit.
Das ist die wirkliche Neugeburt: das Ende der Trennung und der Beginn unserer wirklichen Existenz.
Heilung reicht damit weit über die Linderung einzelner Beschwerden hinaus. Sie betrifft das Ende der Sterblichkeit selbst – das, was geschieht, wenn Trennung wirklich endet.
Niemand bleibt zurück.
Damit erhält die Frage vom Anfang ihre Antwort.
Wir können bekommen, was wir uns wünschen, und erreichen, was wir innerhalb der Matrix wollen. Doch unser eigentliches Wollen richtet sich auf etwas, das uns kein Gegenüber geben kann und das wir durch keinen Besitz und keine Leistung innerhalb der Trennung erreichen.
Auf eine Liebe, die bleibt, ordnet und heilt. Eine Liebe, die nicht nur Gedanken berührt, sondern den gesamten Menschen betrifft. Nicht für Einzelne, sondern für alle.
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