Der Phoenix verbrennt. Von seiner alten Gestalt bleibt nur Asche zurück. Und genau dort, wo wir gewöhnlich nur ein Ende sehen, beginnt seine Erhebung. Was, wenn dieses Symbol deshalb etwas viel Größeres beschreibt als einen Neubeginn? Im Zusammenhang mit Ewigkeit bekommt diese Bewegung ihre eigentliche Tiefe. Der Phoenix kehrt nicht in das Alte zurück. Feuer, Asche und Erhebung führen zu einer Frage, die unsere Vorstellung vom Leben unmittelbar trifft: Wenn das Leben ewig ist, was endet dann überhaupt? Die Antwort verändert den kompletten Blick auf das Symbol. Nicht das Leben muss neu entstehen. Das Leben selbst ist ewig. Was endet, ist die sterbliche Form , in der es innerhalb der Illusion begrenzt, getrennt und vergänglich erscheint. Der Phoenix wird damit zum Bild einer Neugeburt ins ewige Leben. Die Asche trägt den verbrauchten Zustand Asche ist nicht einfach Leere. Sie ist der Rest eines Zustands, der seine Kraft verbraucht hat. Im Bild des Phoenix markiert sie deshalb einen Endpu...
Wer sind wir? Wo sind wir? Wo geht es mit uns allen hin? Die Antwort auf alles beginnt mit diesen Fragen.