Seit wir denken können, gehört der Tod zum Selbstverständnis. Generationen kommen, Generationen verschwinden. Doch warum gehen wir davon aus, dass es für immer so bleiben muss? Wir wachsen mit der Gewissheit auf, dass der Körper altert und irgendwann stirbt. Niemand muss uns diesen Ablauf lange erklären. Wir erleben ihn überall, bis der Tod schließlich wie eine selbstverständliche Grenze erscheint. Diese Gewissheit steht jedoch nicht am Anfang. Sie wird uns vermittelt und irgendwann so selbstverständlich, dass wir kaum noch unterscheiden, was wir erfahren haben und was tatsächlich endgültig sein muss. Dabei arbeitet unser Körper ständig daran, seine Struktur zu erhalten. Schäden werden repariert, Zellen erneuert, Funktionen reguliert. Erhaltung und Regeneration gehören damit ebenso zu unserer körperlichen Realität wie Alterung und Zerfall. Gerade dieser Gegensatz führt zu der Frage, warum wir den Tod überhaupt als endgültige Grenze betrachten. Mir ist erst später aufgefallen, wie tief ...
Wer sind wir? Wo sind wir? Wo geht es mit uns allen hin? Die Antwort auf alles beginnt mit diesen Fragen.